Was ist Fotografie für mich?
Fotografie ist für mich ein Akt der Ehrlichkeit, die Stärke sich zu zeigen, Intensitäten zu fühlen und Authentizität zu fokussieren. Sie gibt Menschen die Chance, sich zu zeigen, ohne dass ich sie verändere oder bewerte. Das sind die Geschichten, die sie mir erzählen, im Gespräch, durch ihre Haut und mit ihren Augen. Und diese Geschichten sind es, die mich bereichern, mich berühren und mir erlauben, den Reichtum eines Lebens zu verstehen. Meine Kamera wird zu einem Werkzeug, das mir hilft, diese Begegnung festzuhalten, mehr zu verstehen und genauer hinzusehen.
Wofür ich stehe
Ich strebe danach, das Unsichtbare sichtbar zu machen. Mein Ziel ist es, die wahre Essenz dessen zu erfassen, was uns ausmacht als Individuen und als Gemeinschaft. Ich möchte den Raum für Authentizität öffnen und die Geschichten der Menschen so erzählen, wie sie sind. Es geht mir um das SEIN wie jeder möchte, das ist der Ausdruck den ich schaffe. Das Leben in seiner Tiefe wahr zu nehmen: die Stärke in der Verletzlichkeit und die Schönheit im Unvollkommenen.
Begegnung und Dokumentation
In meinen Begegnungen mit Menschen, sei es auf den Kapverdischen Inseln oder auf den Straßen Kölns, spiegelt sich Leben. Es sind die Menschen und ihre Geschichten, die mich berühren: die gelebte Haut älterer Menschen, die flimmernden Augen derer, die vom Leben gezeichnet sind. Diese Begegnungen sind es, die mich prägen und dazu anregen, den Moment einzufangen. Fotografie und Begegnung sind für mich untrennbar miteinander verbunden. Jede Aufnahme ist das Festhalten eines Dialogs.
In der Dokumentation dieser Lebensgeschichten sehe ich meine Aufgabe, meine Fotografien die Wahrheit sprechen zu lassen, die Wahrheit von den Menschen, die ich fotografiere, und von der Welt, die sie formen und von der sie geformt werden.
Mein Stil
Ich arbeite mit Begegnungen, die in ihrer Echtheit und Unmittelbarkeit eine ganz besondere Kraft entfalten. Meine Fotografie ist ehrlich, tief und intensiv, indem ich die Geschichten der Menschen mit Respekt und Empathie dokumentiere.
Fotografie, die spürt und erzählt
Ein Blick. Eine Geste. Ein Moment. Genau dort setze ich an. Meine Fotografie ist dokumentarisch, ehrlich und direkt, manchmal roh, manchmal leise, mit Tiefe. Ich suche nach Bildern, die bleiben.
Ich fotografiere Menschen. Ihre Geschichten, ihre Spuren, ihre Nuancen. Kinder, Familien, ältere Menschen mit all den Linien ihres gelebten Lebens. Mich interessiert das Übersehene genauso wie das Unübersehbare, das was zwischen Licht und Schatten existiert. Ob in Farbe oder Schwarz-Weiß, meine Bilder dokumentieren und bewegen.
Wir müssen nicht nach den Sternen greifen, wir können uns auch einfach die Hand geben. Denn wir bestehen aus den Überresten verstorbener Sterne. Alles was war, bleibt in uns. Und genau das zeigt sich in einem Gesicht, einem Blick, einer Berührung. Meine Fotografie hält diese Spuren fest, als Erinnerung daran, dass wir alle Teil von etwas Größerem sind.
Mein Blick ist intuitiv und konzeptionell stark zugleich. Ich sehe Details, die oft übersehen werden und fange sie mit Respekt und Gespür ein. Meine Fotoserie “DEEP LOOKING” wurde mit dem Lagois-Fotografie-Stipendium 2025 ausgezeichnet, eine Bestätigung für meine Art Menschen zu porträtieren und sie in ihrer Echtheit sichtbar zu machen.
Ich sehe meine Fotografie als einen Raum, in dem sich Geschichten entfalten dürfen: zwischen Himmel und Erde, zwischen Licht und Schatten.